Hundetraining und Hundepension

Frankfurt | Niddatal

Halli Hallo!

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(sind se nicht süß:))

Das Thema, wofür sich heute einige interessiert haben!Ein paar Infos zum Thema - Biologisch Artgerechte Rohfütterung.

Ich habe mit dem angefangen, weil der Kleinste von meinen Dreien ein Hautproblem hat, dem wir allerdings noch nicht 100% auf die Spur gekommen sind. Will heissen, er hat sich blutig gekratzt und hatte offene Hautstellen, teilweise war die blanke Haut zusehen und Pusteln haben sich ausgebreitet.

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Die Tierärzte sind erst von Demodexmilben ausgegangen.Also wurden chemische Keulen verabreicht. Nachdem ich aber schnell bemerkte, dass es nicht besser wurde waren wir bei einer Dermatologin. Nach drei schmerzhaften Hautgescharbseln, konnte diese keine Demodex finden, dafür aber einen Hefepilz und Bakterien.Dieses Problem wurde mit einem speziellen Shampoo und Antibiotiker UNTERDRÜCKT!Die Wunden waren zwar verheilt und er kratzte sich auch nicht mehr, allerdings sollte ich ihm noch 4 Wochen Antibiotiker geben und das Futter umstellen, da sie nun von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit aus ging. Da ich grundsätzlich nicht gerne, solche Medikamente verabreiche und meine (berechtigte!!!) Angst darin bestand, dass nachdem Absetzen der Antibiotiker alles wieder von vorne losgehen würde begab ich mich in die Hände einer Heilpraktikerin.

Zu dieser Zeit hatte ich das Futter schon umgestellt. Er bekommt Pferdefleisch (sehr mageres Fleisch, deswegen gut für Allergiker) und Kartoffeln. Wir führen eine Ausschlussdiät duch. Will heissen, dass er so lange Pferdefleisch und Kartoffeln bekommt bis alle Problematiken weg sind. Dann wird eine Woche lang ein neues Gemüse dazu gefüttert. Zeigt er keine Reaktion, kann es auf die Essensliste. Zeigt er eine Reaktion ist er allergisch und er bekommt wieder so lange nur Pferdefleisch und Kartoffeln bis die Reaktion wieder abklingt.

ALLGEMEIN:

Das was ich bisher beschrieben habe, ist eine Möglichkeit des Barfens bei gesundheitlichen Problemen und eine Ausschlussdiät, deswegen nimmt man als Kohlenhydratquelle gekochte Kartoffeln (beim”normalen” werden kaum Kartoffeln gefüttert).Aufdauer ist diese Fütterung nicht ausgewogen genug! an sich ist das Rohfüttern von fast allen Fleischsorten, Knochen, Gemüse und Obst, wodurch die Ausgewogenheit dann gewährleistet ist.

Unstellung:Da gibt es geteilte Meinungen. Die einen sind dafür, es von Heute auf Morgen zumachen, da der Körper so schneller entgiften kann und in diesen Fällen soll auch Durchfall kein Problem sein. Insbesondere bei jungen Hunden und Welpen soll der Wechsel auf diese Weise sehr einfach sein.

Ich habe nach Absprache mit der Heilpraktikerin langsam umgestellt.Gekochtes Pferdefleisch und gekochte Kartoffeln unter sein altes Futter gemischt. Langsam wurde das Fleisch immer roher und die gekochten Kartoffeln immer mehr, bis sein Futter komplett weggelassen werden konnte.

Parallel bekam er eine Entgiftungskur und weitere Naturheilmittel, die ich hier nicht erwähnen möchte, da dass für jeden Hund individuell Zusammengestellt werden sollte.

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Futtermenge:Faustregel: 2-3% des Körpergewichts ergibt die komplette Futtermenge. Davon 30% Gemüse und Obst, 70% Fleisch und fleischige Knochen.Diese 70% werden nocheinmal aufgeteilt: 30% Fleisch und 70% fleischige Knochen.

Beispiel aus dem Buch B.A.R.F. Artgerechte für Hunde, S.L. Schäfer, B.R. Messika: Westhighland White Terrier, Rüde 4 kg, Junghund, deswegen wöchentliche Gewichtskontrollen. Er bekommt 3% des Eigengewichts, also 120g, davon 30% Gemüse=36g und 70%=ca.84g Fleisch und fleischliche Knochen. Diese 84 g Fleisch unterteilen sich nocheinmal in 30%=26g Fleisch und 70%=60g Knochen.

Was kann man Füttern:z.Bsp.Obst, wie Äpfel, Bananen, Brombeeren, Kiwis, Mandarinen, Ananas usw.Fleisch/Fisch/Innereien:Kaninchen, Huhn & Pute (gut für die anfängliche Umstellung), Pferd, Reh, Dorsch, Forelle, Leber und vieles mehr…Knochen: Hühnerhälse, Rinderbrustknochen, Lammknochen, Pferdeknochen, Kaninchenköpfe, Kalbsschwänze, Lammgerippe etc. Gemüse: Brokkoli, Fenchel, Mais, Weißkohl, Zucchini, Gurken usw. Milchprodukte: Buttermilch, Ziegenmilch,Naturjoghurt, Quark, Ziegenquark,Hüttekäse…Öle und Kräuter:Olivenöl, Rapsöl, Nussöl, Leinöl, Basilikum, Kresse etc. Sonstiges: Eier, Honig, Braunhirse, Nudeln, Reis etc.

Ich empfehle Euch, das o.g. Buch zukaufen. Dort findet ihr Futterpläne, eine Futterliste und alles worauf man noch so achten muss.

Wichtig, besonders bei Welpen und Junghunden ist das Kalzium/Phosphor Verhältnis!Ausserdem ist bei einer Ausschlussdiät darauf zuachten auch keine anderen Leckerlies zuverfüttern!

Die Zutaten in den richtigen Mengen werden püriert und in kleine Mengen über den Tag gefüttert.

Wo ich das Fleisch beziehe:http://www.tackenberg.de, etwas teurer als folgender Link, http://www.das-tierhotel.de, hier gibt es auch gewolftes Fleisch. Es ist allerdings bei Beiden kein Biofleisch!

Link: www.feedmydog.de- alles über die Rohfüttern klar und verständlich zusammen gefasst.

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So, ich hoffe ich konnte einwenig Interesse wecken. Solltet ihr sonst noch etwas wissen wollen, einfach fragen!

Übrigens geht es dem Kleinen viel besser durchs !Das Kratzen ist noch nicht vollständig abgeklungen, aber das Fell wächst schon wieder und es glänzt:)

Liebe Grüße Rosa



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7 Responses to “BARF, Allergie, Hautprobleme beim Hund”

  1. Guutsje2008

    Hallo Rosa,

    die Barferei ist ja immer noch recht umstritten, aber in Eurem Fall sicher sehr hilfreich.

    Nur ist das Barfen nicht unpraktisch, wenn man mit dem Hund in den Urlaub fahren will?

    LG Sabine

  2. Frank

    Hallo Rosa,
    vielen Dank für diesen tollen Beitrag.
    Wer sich dafür interssiert, sollte es vorher mit seinem Tierarzt oder Heilpraktiker absprechen.
    Es ist nicht für jeden Hund geeignet, aber bei Allergieproblemen teilweise unschlagbar.
    Übrigens Sabine, der Aufwand ist schon viel größer und für den Urlaub müsste es vorher ausreichend vorbereitet werden und schlussendlich eben eingefroren oder dementsprechend gekühlt werden.

    VG Frank

  3. Guutsje2008

    Hallo Rosa,

    irgendwie habe ich total vergessen, zu erwähnen, dass Dein Beitrag wirklich toll und sehr informativ ist. *Schäm*

    Hallo Frank,

    bei 10 bis 14 Tagen ist so eine Planung mit Eingefrorenem oder Gekühltem aber schon schwierig, wenn man in einem Hotel wohnt.

    Ich weiss nicht, ob die sich dort ihre Kühlschränke bzw. Kühlhäuser und Truhen mit Hundefutter vollstopfen wollen oder dürfen.

    Das ist immer so eine Sache. Aber vielleicht geht ja auch Teil-Barfen. Was meint Ihr?

    LG Sabine

  4. Rosa

    Hallo!

    Also ich denke in jedem Land gibt es Supermärkte!Fleisch (ist auch nicht so schlimm, wenn er mal länger immer die selbe Sorte frisst!), Gemüse und Obst zubeziehen ist also kein Problem!Man müßte also nur an den Pürierstab und eventuell an ein Messer denken. Kühlschränke gibt es fast in jedem Hotelzimmer.Und man könnte sich die Einkäufe und Rationen einteilen.

    Persönlich finde ich, dass es nicht besonders viele Umstände macht. Gut, für den Kleinen muss ich die Kartoffeln momentan kochen, aber sonst mache ich Abends einfach die Ration für den ganzen Tag fertig und gebe ihm das über den Tag verteilt.Das Pürieren dauert keine 3 Minuten!

    Über das Teilbarfen kann ich persönlich nicht viel sagen, aber schau mal auf dieser HP http://www.southfork-ranch.com/FeedmyDog/Barf.html Ich finde das ziemlich logisch!

    LG Rosa

  5. Corduka

    Hallo Rosa,

    meine Dermatologin hat mir für meinen Hund auch Pferdefleisch und Kartoffeln empfohlen. Mir ist nur das Mengenverhältnis nicht ganz klar, da du auch schreibst “die gekochten Kartoffeln immer mehr”.
    Kannst du mir dein Mischungsverhältnis erklären.

    Grüßle
    Corduka

  6. Rosa

    Hallo!
    Der Satz bezog sich auf die Umstellung von seinem Trocken-Futter, auf die Ausschlussdiät.Um es ganz einfach zuerklären:Ich füttere ca.30% Kartoffeln und 70% Fleisch und fleischige Knochen.
    Er wiegt 19 kg was eine Gesamtmenge von 570g ausmacht. Also bekommt er ca. 170 g Kartoffeln und 400 g Fleisch. 4 x wöchentlich bekommt er Pferdeknochen dazu (damit er was zum Knabbern hat, da er ja zu Zeit sonst nichts anderes haben darf!).Die Pferdeknochen werden dann von den 400 g Fleisch abgezogen. Er bekommt also ca. 120 g Fleisch und 280 g Pferdeknochen an diesen Tagen und natürlich die 170 g Kartoffeln darunter gemischt.Um das Futter etwas abwechslungsreich zu gestalten, bekommt er auch mal (ca. 4 Tage die Woche)etwas Muskelfleisch, Herz, Schlund etc vom Pferd.
    An Innereiein füttere ich 1 x wöchentlich Leber (sollte im Fleischanteil nicht mehr als die hälfte betragen!)Niere, Milz vom Pferd.Je nachdem was der Markt bietet.
    Ich bereite die ganze Ration für den nächsten Tag immer am Vortag zu.
    Wichtig ist auf das Kalzium/Phosphor Verhältnis zu achten und darauf, dass Du bei der Diät wirklich nur vom Pferd fütterst!

    Jetzt habe ich doch mehr geschrieben, als ich wollte.Ich hoffe es ist verständlich.Falls nicht sag bescheid.Dann versuch ich es noch mal:)

    Was hat Dein Hund und wie alt ist er?
    LG Rosa

  7. Dorsch Eva-Maria

    Hallo.
    Hatte bei meinem Westi jahrelang Hautprobleme. ´Kratzen bis blutigbeißen.
    (weil es juckte) Habe alles ausprobiert,Futterumstellung,Tierarzt und Tiermed.
    Hochschule. Keiner kam hinter das Geheimnis. Als ich meinen Hund mit
    ca. 8 -10 jahren nicht mehr impfen ließ,waren diese Probleme vorbei.
    Im Frühjahr,wenn die Bäume blühten fing der Juckreiz und Ekzeme an.
    Impfung war etwa März/ April. Sehr spät im Herbst wurde es besser.
    Dann begann es erneut nach der Impfung. Kein Tierarzt wird zugeben,
    das dies eine Nebenwirkung von der Impfung ist. Das Impfen bringt ihm
    viel Gewinn ein. Habe seit drei Jahren einen neuen Westi. Der hat die
    ersten Impfungen nicht gut vertragen Reagierte mit Juckreiz und Rötung
    am vorderen Oberschenkel. Danach wollte ich ihn nicht mehr impfen lassen.
    Leider habe ich mir Angst machen lassen und ihn im August ,der Impfung
    ausgesetzt. Seit dem gibt es nur Probleme.Habe ihn mit dem homöopath.
    Mittel Thuja D6 entgiftet. Doch sein Ekzem,entlang der Wirbelsäule,ist
    noch nicht verschwunden. Das wird noch einige Monate dauern.
    Versucht nie das Ekzem mit Salben oder Sonstigen zu vertreiben.
    Das Ekzem wird unter Umständen verschwinden. Es geht nach innen.
    Es wird dadurch eine andere Krankheit entstehen. Uber die Haut weden die Gifte aus dem Körper geleitet. Schickt sie nicht wieder zurück in den Körper.
    Linderung kann man evtl. mit Einreibungen von Salzwasser erreichen.
    Es muß aber gutes Salz/Sohle sein. Himmalaja Steinsalz.
    Ich hoffe ich konnte einigen Hundehaltern mit meiner Erfahrung helfen
    E.M.Dorsch

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