Viele Probleme, die innerhalb des Mensch-Hund-Teams entstehen resultieren daraus, dass unser Vierbeiner in der heutigen Zeit mehr Partner- bzw. Kindersatz ist und in ihm nicht mehr das gesehen wird, was er ist, ein bewegungs- und arbeitsfreudiges Wesen. Je nach Rasse benötigt ein Hund mehrere Stunden Auslauf pro Tag, Sozialkontakte inbegriffen. Aber nicht nur die Bewegung ist für unseren Hund wichtig, sondern auch die “kopfmässige” Auslastung. Ein Grossteil unserer Hunde jedoch ist “arbeitslos”. Und dass, obwohl die grosse Rassenvielfalt dadurch entstanden ist, weil der Mensch der jeweiligen Rasse eine bestimmte Aufgabe gegeben hat. Die grossen Berner Sennenhunde haben die Milchkarren gezogen, Herdenschutzhunde völlig selbstständig Schafherden vor Bären und Wölfe beschützt, Spitze (da keine Neigung zum Wildern) perfekt Haus und Hof bewacht etc. Und genau das führt heute zu Problemen. Ist der Hund nicht ausgelastet, sucht er sich häufig irgendwelche Ersatzaufgaben. Doch leider bereiten “Ersatzaufgaben” wie keine Besucher mehr in’s Haus lassen, Jogger jagen und anhand des Wadenbisses deren Alter feststellen, Kinder erschrecken etc. den Besitzern nicht allzu grosse Freude.
Was kann ich also tun? Sinnvolle, gemeinsame Beschäftigung mit dem Hund stärkt die Bindung und den Gehorsam des Hundes. Wichtig ist, dass Mensch und Hund gemeinsam Spass daran haben. Falscher Ehrgeiz des Besitzers ist hier völlig fehl am Platz. Natürlich muss die gemeinsame Beschäftigung auch zum Hund passen. Einen 80 kg schweren Neufundländer zwei Stunden neben dem Fahrrad herlaufen zu lassen ist genauso unpassend wie einen 90 kg schweren Molosser über den Agility Parcour zu hetzen. Es gibt Hunde, meistens sogenannte Laufhunde wie die Dalmatiner, die es lieben, neben dem Fahrrad herzulaufen oder ihren Besitzer beim Joggen zu begleiten. Andere arbeiten lieber mit ihrer Nase, folgen gelegten Fährten oder suchen auf Kommando versteckte Futterstückchen. Manche sind absolute Ball-Fans. Hier wäre Flyball eine gute Möglichkeit, den Balltrieb des Hundes auszunutzen. Und andere führen mit Begeisterung Kommandos aus, die ihnen gegeben werden. Es gibt viele Möglichkeiten, gemeinsam mit seinem Hund viel Spass zu haben. Wichtig ist, die gemeinsame Aktivität dem Alter und der Gesundheit des Hundes anzupassen. Ein dicker Hund hat weder an dem Fahrrad noch auf dem Agility-Parcours etwas zu suchen. Ebenso muss bei bestehendenden Gelenksproblemen Rücksicht auf den Vierbeiner genommen werden. Hier wäre Schwimmtraining eine gute Alternative.
Solltet Ihr jetzt Lust auf “gemeinsame Aktivitäten” mit Euren Vierbeinern bekommen haben, dann schaut doch mal bei Frank unter www.franks-hundeschule.net unter “neue Kurse” nach. Hier gibt es bald viele neue Aktivitäten, wo die gemeinsame Beschäftigung mit dem Hund im Vordergrund steht. Für die ballbegeisteren “Flyball”, für die, die gerne Kommandos ausführen “Noten für Pfoten” und für die Nasenfreaks unter den Hunden ein Ganztagsseminar “Nasenarbeit für Hunde” und ein Nasenkurs “Pilze suchen”.
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