Hundetraining und Hundepension

Frankfurt | Bad Vilbel | Niddatal

Der Trend innerhalb Deutschlands geht eindeutig zur Mehrhundehaltung. In vielen Familien leben zumindest zwei Vierbeiner, mehr oder weniger glücklich. Denn nicht immer bedeuten zwei Hunde auch doppelte Freude. Immer wieder hört man von frischgebackenen Hundebesitzern wie toll das alles mit dem neuen Familienmitglied ist und dass eigentlich sofort noch ein weiterer Hund einziehen könnte. Denn schliesslich sei es ja egal, ob man nun einen oder zwei dabei habe, denn raus müsste man ja eh.
mehrhund

Und so ginge alles in einem Wisch über die Bühne. Aber ist es wirklich so einfach – sicherlich nicht. Nicht zu verschweigen sind die erheblichen Mehrkosten, die mit Aufnahme eines Zweithundes entstehen: Tierarzt, Steuer, Haftpflichtversicherung, nun alles in doppelter Ausführung. Ebenfalls ein wichtiger Gedanke: Wohin mit den Vierbeinern während des Urlaubes? Es heisst noch lange nicht, wenn sich eine Freundin bereit erklärt hat, den bisherigen Einzelhund während des Urlaubes zu übernehmen, auch den Zweihund automatisch zu betreuen. Wenn das nicht der Fall ist, entstehen zusätzliche Kosten für die Unterbringung in einer Hundepension etc. Auch der Mehraufwand an Zeit, der aufgebracht werden muss, sollte nicht unterschätzt werden. Jedem Hund muss eine eigene Entwicklungsmöglichkeit gegeben sein. Bei Aufnahme eines Welpen muss dieser eine Welpenspielstunde besuchen dürfen und muss an die verschiedenen Umweltreize rangeführt werden etc. Und auch dem Ersthund muss ein gewisses Mass an Zeit zugestanden werden, wo der Besitzer nur für ihn da ist. Überhaupt sollte vor Aufnahme eines Zweithundes geprüft werden, ob der erste überhaupt sozialverträglich ist. Und wenn dieser auf Spaziergängen andere Hunde toleriert, muss das nicht heissen, dass er dies auch in den eigenen vier Wänden tut. Ebenso muss der Mensch damit klarkommen können, dass der geliebte Ersthund vielleicht irgendwann die Führung an den Zweithund abgibt und somit nicht mehr die erste Geige spielt. Dies muss der Mensch dann akzeptieren können und muss die Hunde dementsprechend behandeln. Auf keinen Fall darf er in die bestehende Rangordnung manipulierend eingreifen. Sollte man mit dem Ersthund noch Probleme in der Erziehung haben, dann unbedingt mit der Anschaffung des nächsten Hundes warten und erstmal die Probleme des Ersthundes in den Griff bekommen. Denn wenn mein Ersthund an der Leine andere Hunde anpöbelt, dann wird das nach einer gewissen Zeit mit grosser Sicherheit auch der Zweithund tun. Unterschätzt werden darf auch nicht die Problematik der Gruppendynamik gemäss dem Motto, gemeinsam sind wir stark. Oft sind Hundeduos der Schrecken anderer Hundebesitzer, denn gemeinsam “mobbt” es sich besonders gut !!

Es gibt also viele Dinge zu beachten, damit man als Halter von einem Hundeduo oder Hundetrio auch wirklich glücklich wird. Wie sieht der richtige Partner für meinen Hund aus? Müssen alle Hunde in einem Rudel kastriert werden? Soll ich am besten gleich zwei Welpen nehmen? Wie führe ich Ersthund und Zweithund zusammen? Was muss ich zu Hause beachten? Was tun, wenn die Hunde anfangen zu raufen? Es gibt sicherlich viele Fragen die sich auftun, wenn man die Überlegung anstrebt, einen weiteren Hund aufzunehmen. Aber auch Hundebesitzer, die bereits mehrere Hunde haben, kommen immer mal in’s Grübeln, ob sie mit ihrem Duo oder Trio alles richtig machen. Wenn Ihr mehr über die Mehrhundehaltung erfahren wollt, dann schaut doch mal unter www.franks-hundeschule.netvorbei. Demnächst wird es darüber ein Seminar geben (reine Theorie), indem alle wichtigen Punkte besprochen werden.



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2 Responses to “Eins, zwei, drei – Mehrhundehaltung in Deutschland”

  1. Rosa

    Ja, ich würde sagen, da kann ich mitreden…Erst war es nur einer, dann zwei, dann 6 und nun schwanke ich immermal zwischen 2 und 3:)
    Meine 2 “Haupthunde” sind es mittlerweile gewöhnt immer mal Welpen und Pflegehunde da zu haben…Allerdings würde ich heute aus der Erfahrung sagen, nie wieder 2 Hunde im gleichen Alter. Es war eher ein Zufall.Balou tat mir so furchtbar leid, dass ich ihn mit seinen 4 Monaten nicht bei den Besitzern lassen konnte.
    Es war klar, dass ich ab diesem Tage 2 Hunde hätte.Promis ist nur einen Monat jünger als Balou.Es sind 2 Rüden.Es gab Zeiten in denen ich wirklich verzweifelt war und nicht mehr weiter wußte…Ich hatte das Gefühl alle Arbeit und Mühe die ich mir gab, war um sonst!!
    So wie sie sich gutes von einander abschauen, so auch alles schlechte, zwischen durch Konkurenzverhalten (weil ich mich falsch verhielt, wie ich heute weiß), die folge Beissereien untereinander.
    Es war wirklich nicht immer doppelte Freude, sondern oft doppelter Ärger, doppelte Wut…doppelte Arbeit, doppeltes Geld, (manchmal sechsfaches;)),doppelte Pubertät,doppelte Zeit…
    Das einzige was irgendwann,in einem Wisch über die Bühne geht, ist das Gassi gehen. Aber auch da gab es Zeiten in denen ich der Erziehung wegen, einzelnd Gassi ging. Denn nach einer Weile, war ich selbst mit Spielzeug uninteressant, wenn wir Gassi gingen. Ausserdem festigt es gerade im Mensch-Hunderudel die Bindung, wenn man sich zwischenzeitlich alleine mit dem Hund beschäftigt.Jeder Hund ist nunmal anders, während dem einen nur eine quitschige Stimme als Belohnung reicht, braucht der andere etwas länger oder eine andere Art und Weise und sein Spielzeug zur Belohnung.

    Dieser beliebte Spruch, von so vielen:Wenn man einen Hund hat, macht ein zweiter keinen Unterschied-kann nur von Menschen sein, die bisher nur einen Hund oder garkeinen haben/hatten.

    Ich kann jedem nur ans Herz legen, es sich genau zu überlegen, durch zurechnen und sich zu informieren!!!

    Ich würde meine 2 nie wieder her geben und mittlerweile bin ich auch ganz zufrieden (es geht halt immer besser, aber wir arbeiten darauf hin, gelle Frank;)), aber in 15 Jahren, wenn ich mir eventuell den nächsten Hund anschaffe, wird es definitiv ersteinmal nur einer und dann VIELLEICHT, nach 2,3 Jahren erst kommt der nächste im Haus, denn für die Hunde an sich und wenn man die Hunderegeln im Rudel kennt (sich nicht einmischt, als Mensch), gibt es nichts schöneres, als einen Hundebruder/eine Hundeschwester bei sich zuhaben, mit der man sich gemeinsam im Dreck wälzen kann und Pferde stehlen kann.Ausserdem sind sie nie wirklich alleine, wenn Mensch ausser Haus ist:)

    Liebe Grüße die Rosa, der Promis, der Balou und noch der Easy.

  2. mamabe

    Hallo Rosa,

    vielen Dank für Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht. Ich selber besitze auch zwei Hunde, die im Abstand von einem Jahr bei uns eingezogen sind. Zuerst die Hündin, damals ca. 2-3 Jahre (sehr ängstlich, immer wieder Panikanfälle), dann der Rüde, damals 7 Monate (mitten in der Pupertät) und nicht wissend, wohin mit seiner ganzen Kraft. Beide aus sehr schlechter Haltung. Er neigte dazu, alles an der Leine anzupöbeln, was sich so bewegte. Autos, Fahrradfahrer, Jogger, andere Hunde etc. Und es dauerte nicht lange und es kam, wie es kommen musste: Unsere ach so ängstliche Hündin übernahm die Angewohnheiten, die ihr halbstarker Beschützer an den Tag legte und bellte von nun an kräftig mit. Es folgten viele Trainingseinheiten, jeweils mit jedem Hund einzeln. Da die Hunde bei ihren jeweiligen Vorbesitzern sehr isoliert gehalten wurden, erfolgte auch mit jedem einzelnen eine Gewöhnung an sämtliche Umweltreize. Mit unserer ängstlichen Hündin begannen wir, Hundesport zu treiben um dadurch ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Der Rüde besuchte eine Junghundegruppe. Weiterhin wurde auf Spaziergängen, die alleine mit ihm unternommen wurden, ein Alternativverhalten trainiert, um ihm das “Pöbeln” abzugewöhnen. Parallel dazu auch einzeln mit unserer Hündig, um ihr das frischangewöhnte Bellen gleich wieder abzugewöhnen. Es kostete uns viele Stunden an Zeit, um mit beiden Hunden jeweils separat zu trainieren – von den Nerven ganz zu schweigen, die des öfteren “blank” gelegen haben. Aber es hat sich gelohnt und beide Hunde sind im “Doppelpack” gut führbar. Die zwei verstehen sich prächtig und es macht immer noch grossen Spass die beiden zu beobachten, wenn sie sich teilweise nur mit kurzem Blickkontakt zueinander verständigen oder zusammengekuschelt in ihrem grossen Körbchen liegen. Und als Mensch beruhigt es doch ein wenig das schlechte Gewissen, wenn man länger als geplant ausser Haus ist. So wie Du das ja auch schon geschrieben hast. Zwei Hunde oder mehr sind mit Sicherheit eine tolle Sache, wenn man sich von Anfang an über den zusätzlich entstehenden Zeit- und auch Kostenfaktor im klaren ist und dem auch gerecht werden kann. Ebenso sollte man sich unbedingt vor Aufnahme eines Zweithundes informieren, welche Regeln ich als Rudelführer beachten sollte, um ein möglichst harmonisches Miteinander der Hunde zu gewährleisten.

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