Die meisten Welpen kommen zwischen der achten und zehnten Lebenswoche in ihr neues Menschenrudel. In den ersten 8 Wochen ist aus einem blinden, tauben “Würmchen” ein temperamentvolles Hundekind geworden. Der Welpe hat also eine rasante Entwicklungsphase durchlebt. Mit acht Wochen hat ein ideal aufgezogener Welpe im Spiel mit seiner Mama und auch im Spiel mit seinen Geschwistern die Grundbegriffe der Hundesprache gelernt. Dazu gehört auch das “Grenzen setzen” von seiner Hundemama, was ca. mit der siebten Lebenswoche beginnt. Die Gehirnentwicklung des Welpen ist ca. mit der 12 bis 16 Lebenswoche abgeschlossen. D.h., je mehr der Welpe in dieser Zeit gefördert wird, desto mehr wird der Grundstein des weiteren Lernens in seinem Leben gelegt.
D.h., dass der Welpe in einer ganz entscheidenden Entwicklungsphase in seine neue Familie kommt. Dadurch wird der Lernprozess zwischen dem Welpen und seinen Geschwistern unterbrochen. Denn nun ist niemand mehr da, mit dem man das Sozialverhalten üben und festigen kann. Das Treffen erwachsener Hunde auf Spaziergängen kann aber das Lernen unter Gleichaltrigen nicht ersetzen. Und oftmals spielen erwachsene Hunde auch viel zu wild für die Welpen. Hier bietet nun die Welpenstunde dem Welpen die Möglichkeit das zu geben, was ihm genommen wurde, der Kontakt zu fast gleichaltrigen anderen Welpen.
In einer gut geführten Welpenspielgruppe tummeln sich Welpen vieler verschiedener Rassen, egal ob gross und klein, bis ca. zur 16/17 Lebenswoche (danach spricht man schon vom Junghund) und man sieht ihnen an, dass sie viel Spass dabei haben. Ein erfahrenes Trainerteam wird eingreifen, wenn ein Welpe zu sehr bedrängt wird. Denn die Welpen sollen ja möglichst viele positive Erfahrungen mit ihren Kumpels machen, damit sie später mal souveräne, erwachsene Hunde werden. Ebenso müssen sich die Welpen hier auf viele verschiedene Rassen einstellen und lernen, miteinander zu kommunizieren. Der Welpe der kleinbleibenden Rasse lernt, dass der Welpe einer grösser werdenden Rasse ihn nicht frisst und der Welpe der grösser werdenden Rasse muss lernen, behutsam mit dem “Kleinen” umzugehen.
Auch lernt der Welpe, vor fremden Menschen keine Angst zu haben. Ein “Abenteuerparcours” sollte in einer gut geführten Welpenspielgruppe ebenfalls nicht fehlen. Hier wird er dosiert an verschiedene Reize rangeführt und lernt, “seinem Menschen” zu vertrauen und gemeinsam mit ihm Spass zu haben. Dies ist ein wichtiger Grundstein für den Bindungsaufbau Ihres Hundes !!
Eine kleine Übungseinheit, die in jeder Welpenspielstunde eingebaut wird, vervollständigt eine “gute Welpenspielgruppe” und ausserdem ergeben sich zwischendurch immer wieder Möglichkeiten, Fragen anzusprechen und sich mit anderen Welpenbesitzern auszutauschen.
Aus diesem Grund sollte man die Zeit, die den Grundstock für das zukünftige Leben des Hundekindes legt nutzen und eine gut geführte Welpenspielgruppe besuchen.
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