Hundetraining und Hundepension

Frankfurt | Niddatal

Wie Hund und Katz?

10.12.2008 von mamabe

Das Sprichwort, die “sind ja wie Hund und Katz” steht normalerweise dafür, dass sich zwei Menschen überhaupt nicht außstehen können. Aber wie stehen der “beste Freund des Menschen” und der etwas “eigenwillige Stubentiger” im wirklichen Leben zueinander? Es gibt zahlreiche Beispiele, dass Hund und Katze nicht grundsätzlich erbitterte Erzfeinde sind: In vielen Familien leben sie sehr friedlich miteinander oder pflegen sogar innige Freundschaften.

Hunde und Katzen sind bereits seit vielen tausend Jahren Haustiere des Menschen. Hunde wurden schon damals z.B. als Wachhunde bei Kriegszügen oder als Helfer bei der Jagd eingesetzt. Die Katze wurde bereits bei den alten Ägyptern hoch verehrt und diente als Rattenfänger. So hat das Zusammenleben bzw. das Nebeneinanderleben Tradition. Das heisst natürlich nicht, dass jeder Hund Katzen bzw. jede Katze Hunde mag. In freier Natur löst oftmals das Fluchtverhalten der Katze beim Hund den Beutetrieb aus und schon so mancher Hund bekam von einem “wilden Tiger” die schmerzhaften und wehrhaften Krallen zu spüren.

Die meisten Missverständnisse zwischen beiden kommen durch Kommunikationsschwierigkeiten zustande. Das freudige Wedeln eines Hundes (Vorsicht: Wedeln kann auch ein Anzeichen für jegliche andere Form eines Erregungszustandes sein) bedeutet für die Katze nichts gutes. Sie signalisiert durch das Bewegen ihres Schwanzes Unmut bzw. Missmut und kündigt dadurch evtl. ihren Angriff an. Hunde, die nicht an Katzen gewöhnt sind, deuten die “Bewegung des Katzenschwanzes” als Einladung, sich näher kennenzulernen. Oftmals endet dies mit schmerzhaften Wunden auf der Nase …… .

Um solchen Problemen vorzubeugen ist es optimal, wenn Hund und Katze zusammen gross werden. So können sie sich bereits als “Tierkinder” kennen- und auch verstehen lernen. Dies bietet die ideale Basis für ein harmonisches Miteinander.

Will man einen erwachsenen Hund mit einer Katze zusammenbringen sollten diese die Möglichkeit haben, in aller Ruhe miteinander Kontakt aufzunehmen – ohne Druck und Stress. Keines der Tiere sollte in eine Ecke gedrängt werden, wo es sich ganz schnell bedroht fühlen könnte. Nicht jeder Hund eignet sich für das Zusammenleben einer Katze oder umgekehrt. Vielen Jagdhunden, Huskies und auch Terriern eilt der Ruf voraus, nicht besonders katzenfreundlich zu sein. Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel und vor allem, wann man die Tiere miteinander vertraut gemacht hat. Haben Hunde schon schmerzliche Erfahrungen mit der Katze erlebt, entwickeln sich diese oft zu “Katzenhassern”. Keine gute Ausgangsposition für ein harmonisches Miteinander!

Was auf keinen Fall vergessen werden sollte: Eifersucht. Oft fühlt sich das alteingesessene Tier durch den Neuankömmling zurückversetzt. Und eifersüchtig können Hund und auch Katze werden …… !! Deswegen sollte sich nicht alles von heute auf morgen nur um das neue Familienmitglied drehen. Sondern, ganz wichtig, auch die Bedürfnisse des alten Haustieres beachten !! Auch wenn am Anfang alles ganz harmonisch aussieht, auf keinen Fall Hund und Katze unbeaufsichtigt alleine lassen. Muss man für einige Stunden aus dem Haus, die Tiere unbedingt räumlich trennen, um unangenehme Zwischenfälle zu vermeiden! Auch wenn Bello die eigene Mieze im Haus aktzeptiert so heisst das noch lange nicht, dass er jetzt alle Katzen liebt. Erfahrungsgemäss ist es so, dass er alle fremden Katzen auch weiterhin vom Grundstück verjagen wird.

Es sind also viele Faktoren, die für ein “harmonisches Miteinander” eine wichtige Rolle spielen und eine “Garantie”, dass bis zum Lebensende alles glatt läuft, gibt es nicht. Pauschal kann man sagen, dass Hunde sich auf einen Katzenneuzugang durch ihre Flexibilität besser einstellen können als umgekehrt. Katzen sind Gewohnheitstiere, denen jede Veränderung erstmal zuwider ist. Geduld, Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl sind gefragt, aber grundsätzlich steht dem Zusammenleben von Hund und Katze nichts im Wege.



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