Hundetraining und Hundepension

Frankfurt | Niddatal

Egal ob Mops, Jack Russell Terrier oder Golden Retriever. Je nachdem, welche Rasse gerade “in” ist verspricht für viele dubiose Hundehändler bzw. Vermehrer das grosse Geschäft. Mit einem Mininum an Einsatz möchten diese einen maximalen Gewinn erzielen – auf Kosten der Tiere !! Sogenannte “Hinterhofvermehrer”, die sich selber gerne als Züchter bezeichnen, produzieren Welpen wie am Fließband. Die Hündinnen bekommen keine Zuchtpause sondern werden bei jeder Läufigkeit gedeckt. Oft leben diese in völliger Isolation und unter katastrophalen hygienischen Verhältnissen. Viele Hündinnen sind krank und unterernährt. Kann man mit ihnen nicht mehr “produzieren”, werden sie entsorgt ….. ! Oftmals haben diese armen Wesen bis zu ihrem Tod ihre “Gefängnisse” nie verlassen. Hundehändler arbeiten oft aus Kostengründen mit ausländischen Züchtern in Ungarn, Tschechien oder Polen zusammen, denen sie die Welpen abkaufen. Diese werden oft viel zu früh von ihren Müttern getrennt (eine Trennung mit vier Wochen ist oft keine Seltenheit). Die Welpen gelangen dann in “Massenabfertigungen unter schlimmen Bedingungen” zu den Händlern. Dort angekommen werden sie nur mit dem “notwendigsten” versorgt und es wird versucht, sie schnellstmöglich an den Mann zu bringen – oftmals direkt aus dem Kofferraum ! Die Händler locken mit “Schnäppchenpreisen” und viele “frischgebackene Welpenbesitzer” freuen sich, so ein “Schnäppchen” ergattert zu haben.

Allerdings ist die Freude oft nur von kurzer Dauer. Oftmals sind die Impfpässe gefälscht, die Welpen haben aus Kostengründen nie eine Impfung erhalten. Viele von ihnen sind krank, sehr krank und brauchen eine intensive und langwierige, tierärztliche Betreuung – die oftmals zu spät kommt !! Etliche Welpen entwickeln durch die frühe Trennung von ihrer Mutter massive soziale Verhaltensauffälligkeiten und fast alle leiden unter inneren und äußeren Parasiten. Und ganz schnell wird aus dem “super Schnäppchen” ein Sorgenkind, das Unsummen an Tierarztkosten verschlingt und nachher teurer ist als ein Welpe, welcher aus einer wirklich guten Zuchtstätte stammt. Von den seelischen Schäden, die dieses Häufchen Elend erlitten hat, mal ganz zu schweigen ….!

Deshalb, auch wenn es schwer fällt: Keine Hunde von solchen Leuten kaufen, auch nicht aus Mitleid !! Nur die zukünftigen Welpenkäufer können das Schicksal dieser Hunde beeinflussen ! Bleiben die Händler/Vermehrer auf ihren Tieren sitzen, wird das Geschäft mit der Ware Hund endlich aufhören !!!!!

Wie erkenne ich solche unseriösen Zuchtstätten?

Oftmals werden mehrere Hunderassen gleichzeitig angeboten und der Händler/Vermehrer inseriert permanent im Internet bzw. in Zeitungen. Die Welpen leben meistens sehr isoliert in Stallungen etc., die der Interessent oft nicht einsehen darf. Auf Nachfrage nach den Elterntieren kommt oft die Aussage, sie seien gerade spazieren, Mutter ist durch fremde Leute zu sehr gestreßt etc.  Die Interessenten werden zu einem sofortigen Kauf gedrängt und es werden von der Zuchstätte keine Fragen an das persönliche Umfeld gestellt. Die Welpen sind wesentlich günstiger als bei einem seriösen Züchter.

Deshalb unbedingt: Augen auf beim Hundekauf !! Solltet Ihr unsicher sein, dann wendet Euch an die Hundeschule “Eures Vertrauens”. Erfahrene Trainer werden Euch dort mit Rat und Tat zur Seite stehen, damit Ihr mit dem Einzug des neuen Familienmitgliedes viel Freude und keine böse Überraschung erlebt, wie es die nachfolgende Geschichte erzählt:

Lea !

Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren wurde. Es ist eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie ist oft krank und sehr dünn. Sie hat nur wenig Milch für mich und meine Geschwister. Die meisten von ihnen sind plötzlich gestorben.

Als sie mich von meiner Mutter wegnehmen, habe ich furchtbare Angst und bin so traurig. Meine Milchzähne sind kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es geht ihr ja so schlecht ! Die Menschen sagen, daß sie jetzt endlich Geld wollen und daß das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven geht.

So werden wir eines Tages in eine dunkle Kiste gesteckt und fortgebracht. Wir kuscheln uns aneinander und fühlen, wie wir beide zittern – ohnmächtig vor Angst. Doch niemand kommt, um uns zu trösten. Viele Stunden später wird unsere Kiste geöffnet und wir landen unsanft in einer ehemaligen Pferdebox. Hier gibt es schon ganz viele Welpen unterschiedlichster Rassen. Viele von ihnen weinen, denn sie sind krank. Es gibt nicht viel zu Fressen und der Gestank, der in der Luft liegt, ist kaum auszuhalten. Es gibt keine Fenster, um frische Luft hereinzulassen und es ist dunkel. Hell wird es nur in dem Moment wenn sie kommen, einen von uns packen und wieder verschwinden. Dann ist es sofort wieder dunkel.  Tag um Tag verbringen wir dort und meine Schwester wird immer schwächer. Eines Nachts ist sie gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist. Als sie mein totes Schwesterchen am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie, auch ich sei krank und müsse schnellstmöglich verkauft werden. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein Schwesterchen weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft ! Jetzt wird alles gut ! Es sind sehr nette Menschen die sich tatsächlich für mich entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihre Eltern sagen, ich sei ein ganz braves und süßes Hündchen. Ich heiße jetzt Lea.

Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf und verwöhnen mich mit viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr als diesen wunderbaren Menschen zu gefallen und nichts ist schöner, als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es ist ein seltsamer Ort, mich schaudert. Ich bekomme einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hält mich sanft und sagt, es wäre alles o.k. – da entspanne ich mich. Der Tierarzt scheint meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen – sie sehen ganz bestürzt aus ! Ich höre etwas von schweren Mängeln, schlimmer Dysplasie- und Herzerkrankung. Er spricht von wilden Züchtern und daß meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich begreife nichts von alledem, aber es ist furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Genossen sind wild und stark, aber mit tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außderdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräfiger Hund sein, aber ich schaffe es nicht. Frauchen und Herrchen sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es “genetisch” und “nichts zu machen”. Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich in das Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhören würden ! Ich kann nicht einmal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchens ablecken, aber wenigstens erreiche ich ihre Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell. Ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft. Dann, ein kleiner Stich ! Gott sein Dank, die Schmerzen lassen nach ! Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum: Ich sehe meine Mama, meine Geschwister, auf einer großen, grünen Wiese. Sie rufen mir zu, daß es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie “Auf Wiedersehen!” auf die einzige mir mögliche Weise: Mit einem Blick in ihre Augen und einem sanften Wedeln. Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat nicht sollen sein. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war leider nur “Händlerware” !

Eure Lea

Verfasser unbekannt



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One Response to ““Ware Hund” – das schlimme Geschäft mit dem Hundehandel !”

  1. Daniela Gruber

    Euer Blogg hebt sich wirklich ab von den anderen

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