Hundetraining und Hundepension

Frankfurt | Niddatal

Die Läufigkeit der Hündin

10.02.2009 von mamabe

Viele Besitzer von unkastrierten Hündinnen können ein Lied davon singen und vielen Frauchen/Herrchen graust davor: Die Läufigkeit. Oftmals sind dann Bella, Asta und Co. etwas zickig, besonders zu “Nebenbuhlerinnen” und der stattliche Nachbarsrüde signalisiert durch nächtelanges Heulen, daß er wieder einmal in eine “heiße” Hündin unsterblich verliebt ist.

Die Hündinnen unserer “Haushunde” werden normalerweise 2 Mal im Jahr läufig – im Abstand von 6 bis 8 Monaten. Die erste Läufigkeit setzt häufig zwischen dem 7. und 9. Lebensmonat ein. Bei grossen Rassen kann die erste Hitze aber auch erst nach 12 oder 18 Monaten beginnen. Sehr “ursprüngliche Rassen” wie z.B. der Basenji, Sarloos-Wolfshund werden nur einmal im Jahr läufig. Läufige Hündinnen sind über das ganze Jahr hinweg verstreut. Häufungen gibt es jedoch im Mai, Juli und September.

Die Läufigkeit dauert ca. 3-4 Wochen und wird in verschiedene Zyklen unterteilt:

1. Die Vorbrunst (Dauer ca. 9 Tage): Die Hündin uriniert öfter als sonst und wirkt unkonzentriert. Für Rüden wird sie interessant, während sie sich selber noch nicht für Rüden interessiert. Oftmals besteigt sie in dieser Phase andere Hündinnen. Der Genitalbereich schwillt an und die Hündin hat blutigen Scheidenausfluss. Nicht immer wird dieser von den Besitzern bemerkt, da es sehr “reinliche Hündinnen” gibt, die sich ständig sauberlecken.

2. Die Brunst (Dauer ca. 9 Tage): Der Ausfluss wird klar, evtl. leicht schleimig. Die Hündin zeigt großes Interesse an Rüden und ist nun deckbereit (ca. zweiter bis vierter Tag der Brunst). Deutlich zeigt sie den “Duldungsreflex”. D.h., wenn man sie in der Lendengegend berührt, legt sie ihre Rute zur Seite und “duldet” den aufspringenden Rüden. Jetzt heißt es aufpassen, und die “liebeshungrige” Hündin besser an der Leine lassen, da die Damen bei der Suche ihres “Herzblattes” sehr erfinderisch vorgehen können und jede Gelegenheit zum “Ausbüxen” nutzen. Abgelegene Wege zum Gassi-Gehen aussuchen, damit man nicht ständig von “verliebten” Rüden, die die Hündin bedrängen, verfolgt wird !!

3. Die Nachbrunst (Dauer ca. 75 Tage): In dieser Phase tritt oft die sogenannte “Scheinträchtigkeit” auf. Die Hündinnen zeigen Nestbauverhalten, beschützen Spielzeug als ob es die Welpen wären und die Milchdrüsen schwellen an. Oft tropft sogar Milch aus den Zitzen. Schuld daran ist ein Schwangerschaftshormon, welches während dieses Zyklus im Blut erhöht ist. Unabhängig davon, ob die Hündin gedeckt wurde oder nicht ! Sollte sich die Hündin in ihre “Scheinträchtigkeit” reinsteigern, hilft Ablenkung. Das Tier sollte viel bewegt und das Spielzeug entfernt werden. Viel Zuwendung kann auch helfen. Sollte es nach einigen Tagen nicht besser werden, die Hündin stark aggressiv reagieren und die Milchbildung zunehmen, unbedingt zum Tierarzt gehen! Hier ist eine medikamentöse Behandlung notwendig !!

4. Die Ruhephase: Sie dauert je nach individuellem Läufigkeitsintervall ca. fünf bis zehn Monate. In dieser Phase fehlen jegliche äußere Anzeichen des Sexualzyklus.

Bei Hündinnen bis ca. 7 Jahren sind die Intervalle regelmäßig. Bei älteren Tieren verlängert sich oft die Ruhephase, so daß die Läufigkeit oftmals nur noch einmal im Jahr vorkommt. Diese ist dann häufiger auch nicht mehr so deutlich ausgeprägt.



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